Worüber man beim Zahnarzt stolpert: Repair Cafés 

Man kann es mittlerweile wirklich schon als Trend bezeichnen: es machen sich immer mehr Menschen darüber Gedanken, wie man unnötigen Müll vermeiden kann. Und noch besser: einige entwickeln richtig tolle und kreative Ideen und setzen diese dann auch (weltweit!) in die Tat um. 

Heute saß ich im Wartezimmer beim Zahnarzt und da lachte mich, neben all den glänzenden Fashion- und Käseblatt-Hochglanzmagazinen, dieser kleine lila Flyer an: 







Die simple Message darauf lautete: „Reparieren statt Wegwerfen!“ Die Idee: Regelmäßig treffen sich Leute gemeinsam in einem Café und helfen anderen Leuten dabei, ihre kaputten Sachen zu reparieren, die ansonsten weggeschmissen werden würden. Das schont einerseits die Umwelt und auch den Geldbeutel. Was für eine tolle Idee! Und das ganze ist sogar kostenlos. Dieser Flyer bezieht sich jetzt auf das Repair Café in Darmstadt, aber tatsächlich gibt es weltweit in Australien, in Brasilien, Deutschland, Norwegen, Frankreich, Kanada und vielen weiteren Ländern bereits diese Repair Cafés. Unter www.repaircafe.org sind alle Länder und auch (ich war selbst überrascht wie viele das sind!) die Städte mit Repair Cafés in Deutschland aufgelistet. 

Noch ein Tipp: Der Film „Kaufen für die Müllhalde“ (2010) ist mehrfach ausgezeichnet worden und befasst sich mit dem Thema der geplanten Obsoleszenz, der vom Hersteller absichtlich eingeschränkten Lebensdauer von Produkten, sodass diese schneller kaputt gehen und damit der Absatz von Ersatzprodukten erhöht werden soll. (Bspw. Bei Glühbirnen, Strumpfhosen, etc.) Und das ist jetzt keine verrückte Verschwörungstheorie, nein, es gibt sogar auch einen streng wissenschaftlichen Wikipedia-Artikel dazu 😉 Neben der Behandlung konkreter Beispiele im Film geht es auch um die ökonomischen und ökologischen Folgen von geplanter Obzolenz. Den Film kann man sich frei bei Arte oder youtube anschauen (Dauer ca. 1 h 15 min). 

Müll im Briefkasten – nein danke

Unsere Neuste Errungenschaft: ein Sticker! So simpel es klingt, aber er hat doch eine große Wirkung. 

Denn der klebt jetzt an unserem Briefkasten und verkündet folgende Botschaft: 



Denn wer kennt das nicht? Der Briefkasten quillt oft über mit Papier – bei uns sind das jede Menge Supermarktprospekte, Werbung, Flyer für Fast-Food-Restaurants, den neuen Dönerladen um die Ecke usw. Das ganze Papier tragen wir erst in die Wohnung und dann eigentlich direkt in den Müll. Und das kann man doch vermeiden! 

Also: zukünftig bitte unseren Briefkasten nicht mehr zumüllen, sondern nur noch das reinwerfen, was nötig ist. Danke! 🙂

Müllfrei im Fast-Food-Restaurant – das geht? Das geht!

Jeder kennt die Berge von Abfall, die im Besonderen in Fast-Food-Restaurants täglich, ja stündlich anfallen. Aber es geht tatsächlich auch anders. Ein Sack Abfall in zwei Jahren – das ist die Bilanz von Justin Vrany, Inhaber des Fast-Food-Restaurants „Sandwich me“ in den USA. Er beweist, dass das kein Ding der Unmöglichkeit ist. Seine Geschichte findet ihr hier.

Ich packe meine Tasche…

… und gehe in den Park. Wer kennt das Spiel nicht von früher? Ich packe meinen Koffer und nehme mit… und dann musste man sich furchtbar viele verrückte Dinge merken und diese anschließend in der richtigen Reihenfolge wieder aufzählen. Vieles davon hätte gerade nicht in einen Koffer gepasst oder es hätte gar keinen Sinn gemacht, diese Gegenstände mit in den Urlaub zu nehmen. Einen Laternenmast zum Beispiel. Aber es war trotzdem lustig und zudem schweife ich gerade ab. Sorry!

An diesem heutigen wunderschönen Sonnentag habe ich folgendes eingepackt:

  • meine Picknickdecke
  • einen Sonnenhut
  • meine Sonnenbrille
  • Wasser aus dem Hahn in meiner schönen Soulbottle (faul in der Sonne hermliegen macht bekanntlich durstig!)
  • und etwas zum snacken: kleingeschnittene Honigmelone und Apfel
  • sowie Gabeln

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… und genau, dem aufmerksamen Beobachter oder regelmäßigem „Finde-den-Fehler im Bild“-Spieler ist bereits aufgefallen, dass ich noch Sonnencreme mit eingepackt habe. Und mir ist dabei natürlich, wie euch wahrscheinlich auch, aufgefallen, dass diese Sonnencreme in einer Plastikverpackung steckt. Ich stolpere also immer wieder erneut über Dinge, die dazu einladen, über sie nachzudenken und nach alternativen Lösungen zu suchen.

Eine kurze Stichwortsuche bei Google hat bisher noch nichts ergeben, ob es Ersatzprodukte für die herkömmliche Sonnencreme geben könnte. (Außer wenig hilfreiche Tipps wie: man könne doch eine Burka tragen oder vielleicht ein Kilo Karotten am Tag essen – dem vertraue ich aber auch nicht so ganz ;-)). Und mich im Sommer einzucremen wenn ich draußen unterwegs bin um einen Sonnenbrand und  (ja, auch daran muss gedacht werden) frühzeitige Hautalterung  vorzubeugen, war und ist für mich eigentlich selbstverständlich. Da werde ich mich also nochmal internsiver auf die Suche begeben müssen um zu schauen, ob es auch für Sonnencreme eine „müllfreie“ Alternative gibt.

Achja: ich hatte mir eigentlich auch noch vorgenommen, in meine Unibücher zu schauen (siehe Bild). Aber das habe ich dann, ich hätte es wissen müssen, doch nicht getan. 😉